Ein Lehrer aus Nordrhein-Westfalen unterrichtet an seiner Schule das Fach “Computerspiele”. Klingt erst einmal komisch. Jedoch geht es im Unterricht nicht darum einfach ein Computerspiel zu spielen, sondern es auch anschließend zu analysieren um in dessen Struktur einzutauchen.Grund für die Einbindung von Spielen in den Unterricht sei, so der praktizierende Lehrer, dass die Trennung zwischen Freizeitvergnügen und Schule überwunden werden soll. Spiele werden in diesem Unterricht als Kulturgut behandelt und ebenso analysiert. Es wird zum Beispiel darauf geachtet wie die Geschichte erzählt wird bzw. wie sie sich im Verlauf entwickelt. Auch auf die visuellen Aspekte wird eingegangen, wie etwa die Konzipierung der Spielwelt und welchen Zweck diese erfüllen soll. Ebenso geht man im Unterricht auf den Sinn von “Sidequests” bzw. Aufgaben, die für den Verlauf der Geschichte nicht notwendig sind, ein und eröffnet so einen Blick auf die im Spiel befindlichen Hintergrundmechanismen. Das Nebenziel dieses Unterrichts sei es, den Schülern eine Reflexionsfähigkeit zur Bewältigung des Alltags mitzugeben, welcher gegebenenfalls auch aus Computer- und Videospielen besteht.
Ich persönlich finde, dass so ein Unterricht eine tolle Sache ist. Er setzt sich mit einem relativ neuen Medium auseinander und steigert so die damit verbundene Kompetenz. Es wäre schön wenn sich noch mehr Schulen mit diesem Thema befassen würden, vielleicht wären dann diese immer wiederkehrenden “Killerspiel”-Debatten Geschichte.
Quelle: golem.de

Eine sehr gute Idee, welche in der Zunkunft bestimmt mehr Zuspruch finden wird. Computerspiele können meiner Meinung nach auch als moderne Kunst angesehen werden, somit können diese wunderbar analysiert und hinterfragt werden, was den Schülern/Spielern eine ganz neue Perspektive eröffnet.